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Wie geht es weiter?

Bil: Abendhimmel

Abendhimmel

Die Coronakrise beschleunigt die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Auf der anderen Seite zerstört sie in atemberaubender Geschwindigkeit Betriebe aus allen Wirtschaftsbereichen.

Kann man sich da als Agentur für digitale Kommunikation entspannt zurücklehnen? Natürlich nicht. Digitalisierung von Geschäftsprozessen ergibt schließlich nur da einen Sinn, wo es auch Geschäft sprich Produktion gibt. Letztere bricht ein. Airbus will die Produktion um 40 % drosseln (Stand Juli 2020), internationale Lieferketten sind dauerhaft unterbrochen. Auch der tertiäre Sektor – u.a. die Gastronomie, die in Deutschland weit mehr Menschen als die Automobilindustrie beschäftigt, ist betroffen: Veranstalter, Kinobetreiber, Kunst- und Kulturschaffende, vom allgemeinen Bildungsbereich ganz zu schweigen.

Auf Digitalisierung allein zu hoffen, reicht nicht. Auch Dienstleiter, die wie wiminno viel für öffentliche Auftraggeber arbeiten, wird das geringere Steueraufkommen in Form schmalerer Budgets früher oder später ereilen.

Zeit für neues Denken

„Die Ruhe“ war eine der wenigen angenehmen Begleiterscheinungen der Pandemie. Kaum Flugzeuge am Himmel, weniger Verkehr in den Städten, Rückbesinnen auf die Familie. Menschen, die das wertschätz(t)en, gibt es zu Hauf. Mit dem Andauern der Schutzmaßnahmen sinkt allerdings auch deren Akzeptanz, und Verschwörungstheorien erblühen. Neben den vielen hanebüchenen Thesen gibt es auch sympathischere quasi-religiöse animistische Erklärungsversuche, nach denen „die Natur“ zurückschlage.

Tatsächlich stellt sich in der Krise, in deren Mitte wir uns befinden, die Frage, ob wir - auf Kosten der Natur - so weiter wirtschaften sollten wie bisher. Corona ist die Folge einer Virusmutation. Diese Mutation findet statt, wenn Arten aufeinandertreffen, die ansonsten mit Abstand zu einander leben. Mit Zurückdrängen der Natur durch Verstädterung und Abholzung geschieht aber genau Letzteres. Wie die Raucherlunge nach dem Aufhören erholte sich die Natur in Windeseile. Sternenklare Nachthimmel. Zwitschernde Vöglein. Seepferdchen in den ansonsten dieselverseuchten Kanälen von Venedig.

Arbeitstechnisch machten viele Büroangestellte die angenehme Erfahrung, dass Chefs ihnen vertrauten und Home-Arbeitsplätze zur Selbstverständlichkeit wurden. Abstimmungen im Betrieb oder mit Kunden per Zoom wirken sogar effektiver als in Vor-Coronazeiten. Dass die Fahrradindustrie als eine der wenigen boomt, ist das Zeichen für einen ökologisch orientierten Mobilitätswandel. Umweltschädliches Reiseverhalten („für 20 EUR nach Mallorca“) weicht der Erkenntnis, dass das Urlaubsland Deutschland ja auch ganz schön ist.

Alles baut sich um, alles organisiert sich neu und kommt dabei zur Erkenntnis, dass Industrien sich wandeln müssen. Autoindustrie? In der jetzigen Form ein Auslaufmodell. In Paris wurde mit Mme Anne Hidalgo im Juni 2020 eine Frau zur Oberbürgermeisterin (wieder)gewählt, die die Millionenstadt Paris komplett autofrei machen möchte.

Post-Corona neu gestalten

Die Ruhe der Natur wird keine durch Armut verordnete sein, wenn Industrie, Politik und Verbraucher zusammen über Chancen für eine ökologische Erneuerung nachdenken. Ansätze dazu gibt es viele vom autonomen Fahren, das übrigens in Deutschland entwickelt wird, über den Einsatz weiterer künstlicher Assistenzsysteme, die Entwicklung von Brennstoffzellen, kostenfreiem ÖPNV wie in Luxemburg bis zu klimafreundlichem Tourismus.  
Zahlreiche neue Geschäftsmodelle werden nur über Digitalisierung zu realisieren sein.

Wenn Sie für Ihr Zukunftsprojekt digitale Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte einfach bei uns.

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