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Z - wie Zukunft

Mit dem Internet neue Geschäftsmodelle entwickeln

Es ist fast banal darauf hinzuweisen, dass eine Webpräsenz für die meisten deutschen Unternehmen rund 20 Jahre nach der Ankunft des Internet in Deutschland eine Selbstverständlichkeit ist. Immer mehr Geschäftsprozesse wie Kommunikation, Angebotseinholung, Markt- und Preisvergleiche, aber auch der Handel mit Produkten und Dienstleistungen werden über das Internet abgewickelt. Auch die Informationslücke zwischen der realen und der virtuellen Welt wird durch das „Internet der Dinge“ („IoT“) zunehmend geschlossen („Das Lager ist leer“, „Die Luft ist kalt“). Die Vernetzung und elektronische Minimisierung ermöglichen adäquate Reaktionen und beschleunigen und lassen Ideen für neue Geschäftsmodelle Flügel wachsen.

Neue Geschäftsmodelle – nur etwas für Google und Co?

Wie kein anderes Unternehmen hat Google konsequent daran gearbeitet, das Internet für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu nutzen, indem es andere zerstörte. Die per Werbung bezahlte Suchmaschine, der Kartendienst Google-Maps und das systematische Erfassen des Wissens haben dem Unternehmen ermöglicht, in zunächst völlig branchenfremden Bereichen wie im Automotivesektor Fuß zu fassen und bei den Platzhirschen der Autoindustrie für nachhaltige Erschütterung zu sorgen. Amazon soll demnächst dank Big Data-Analysen im Stande sein, vorauszusagen, welcher Kunde wann welches Produkt bestellen wird und plant deren Zustellung per Drohne. Uber avanciert zum größten Logistikdienstleister der Welt. Charakterdiagnose durch Stimmanalyse und Konzerne wie LinkedIn verstören gerade die Welt der ehrwürdigen Headhunter.

Disruptiv innovativ im deutschen Mittelstand

Was hat das alles mit dem deutschen Mittelstand zu tun? Der deutsche Mittelstand kennt Disruption seit Jahren. Zunächst lacht man über Billigtextilien aus Fernost, bis die komplette Textilindustrie nach Asien auswandert – lediglich ein paar Unternehmen ist es gelungen, ihre Technik für andere Branchen dienstbar zu machen. Wer im letzten Jahrtausend im Ruhrgebiet aufgewachsen ist und noch heute alle 5 Sinne zusammen hat, merkt, dass Industrien verschwunden sind oder sich komplett verändert haben.

Branchen wie das Verlagswesen haben in den letzten 40 Jahren ungeheure Umwälzungen erlebt, die durch das Internet noch einmal verstärkt werden. Nehmen wir das Beispiel unseres Kunden Kürschners Politikkontakte vom NDV-Verlag aus Rheinbreitbach. Dieser Verlag bringt seit Jahrzehnten mit dem rot-weiß gestreiften „Kürschner“ das Standardnachschlagewerk zu politischen Entscheidern in Deutschland heraus. Als Herausgeber des Handbuch des Deutschen Bundestages, einer Loseblattsammlung, die regelmäßig ergänzt wird, kam wiminno zum ersten Mal vor 12 Jahren mit dem Verlag in Kontakt. Bald erschien eine CD als Beilage zum Handbuch, mit der über den Datenbestand hinweg gezielter gesucht werden konnte. Nachdem die elektronische Alternative zum Druckwerk auf Zustimmung gestoßen war, entwickelten Agentur und Kunde eine Plattform, die ein zielgerichtetes Suchen über den gesamten Datenbestand nach unterschiedlichsten Kriterien erlaubte. Suchen konnten zudem benannt und gespeichert und die Ergebnisse in allen gängigen Datenformaten exportiert werden. Nach einem Relaunch im April diesen Jahres wurde neben dem Lizenzzugang auch die Möglichkeit zum Einzelkauf von Daten entwickelt. Der Verlag stellt sich mit seinem neuen Auftritt sehr erfolgreich als Komplettdienstleister rund um das Thema polltische Recherche und Kommunikation auf. Was NDV hier mit Unterstützung der Agentur vollzogen hat, ist die gelungene Transformation vom klassischen Printverlag zu einem digitalen Dienstleister. Zum Projekt: Kürschners Politikkontakte.

Monetarisierung in der Gesundheitsvorsorge

Eine Monetarisierung von Dienstleistungen über das Internet eröffnet auch auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge und geiziger Krankenkassen völlig neue Chancen. Die radprax-Gruppe ist eines der größten Radiologie-MVZ in NRW und damit im Grunde standortgebunden. In der Düsseldorfer Airport-City betreibt radprax ein Vorsorgezentrum mit modernster MRT-Technologie und zielt auf ein internationales Publikum aus Saudi-Arabien, Russland und den Niederlanden. Aufgrund intensiver Marktforschung können mit Hilfe unserer Agentur auf die jeweiligen Zielländer abgestimmte Kampagnen gefahren und die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden erfüllt werden. Reale Bedingungen wie die Flughafenanbindung und vernetzte Kampagnen ermöglichen ein Geschäftsmodell, das ohne das Internet undenkbar wäre. Zum Projekt: radprax-Gruppe Düsseldorf und radprax-Gruppe niederländische Landingpage.

Weiterführende Links:

How LinkedIn Killed The Recruiting Industry (Business Insider)

Amazon Patents “Anticipatory” Shipping (Tech Crunch)

Diese Stimmanalyse entlarvt all unsere Geheimnisse (DIE WELT)